Golineh Atai – Die deutsch-iranische Auslandskorrespondentin im Nahost-Einsatz
Herkunft und frühe Jahre
Die Journalistin Golineh Atai wurde am 8. Dezember 1974 in Teheran im Iran geboren und stammt aus einer Familie mit wissenschaftlichem und beruflichem Hintergrund: Ihr Vater arbeitete als Maschinenbauingenieur, die Mutter hatte ein Studium im Bereich Englisch absolviert und war bei der iranischen Ölgesellschaft tätig (Quelle: Biographie-Datenbanken). Mit etwa fünf Jahren wanderte sie mit ihren Eltern nach Deutschland aus und wuchs in Hoffenheim auf – ein Schritt, der ihr Leben und ihre spätere berufliche Ausrichtung prägen sollte.
Im deutschen Bildungssystem besuchte sie die Schule, später studierte sie in Heidelberg an der Universität Romanistik, Politikwissenschaften und Iranistik. Ein Studienjahr führte sie nach Lille (Frankreich) im Rahmen eines Stipendiums des Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD).
Ausbildung und sprachliche Kompetenz
Durch ihr Studium und ihre Herkunft verfügte Atai von Beginn an über eine interkulturelle Kompetenz: Persisch (Farsi) ist ihre Muttersprache, Deutsch ihre Alltagssprache. In Medienberichten wird ihr nachgesagt, insgesamt „sechs Sprachen“ zu sprechen – eine offizielle, vollständige Liste wird jedoch nicht veröffentlicht. Ihre Tätigkeit als Auslandskorrespondentin in Kairo und im arabischen Raum lässt den Schluss zu, dass auch Arabisch als Arbeits- oder Gesprächsthema für sie nicht ausgeschlossen ist. Dennoch gilt: Es gibt keine verlässliche Quelle, die mit Sicherheit bestätigt, dass sie Arabisch fließend spricht oder welche Sprachen genau dazugehören.
Beruflicher Werdegang
Nach ihrer Ausbildung begann Golineh Atai ihre journalistische Laufbahn beim Südwestrundfunk (SWR). Später wechselte sie zur ARD, wo sie als Auslandskorrespondentin tätig war: Von 2006 bis 2008 leitete sie das ARD-Studio in Kairo, berichtete aus Ägypten und der Region. Danach wechselte sie 2013 bis 2018 in das ARD-Studio Moskau und war dort im Auftrag der ARD im Einsatz.
Seit dem 1. Januar 2022 ist sie Leiterin des ZDF-Auslandsstudios Kairo, mit dem Schwerpunkt Nahost und Nordafrika. In dieser Funktion berichtet sie u. a. aus Ägypten, Saudi-Arabien, dem Libanon, Syrien und dem Jemen – Regionen mit hoher politischer und gesellschaftlicher Bedeutung.
Themenfokus und Buchpublikationen
Atai befasst sich besonders mit politischen Krisenherden, gesellschaftlichen Umbrüchen und Fragen der Menschenrechte im Nahen und Mittleren Osten. Sie ist Autorin mehrerer von Kritik und Leserschaft beachteter Bücher:
- Die Wahrheit ist der Feind – Warum Russland so anders ist (2019)
- Iran – Die Freiheit ist weiblich (2021)
In ihren Publikationen verbindet sie journalistische Analyse mit persönlicher Perspektive und interkulturellem Zugang.
Auszeichnungen
Für ihre journalistische Tätigkeit wurde Golineh Atai mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie:
- Den Hanns‑Joachim‑Friedrichs‑Preis im Jahr 2014
- Die Wahl zur „Journalistin des Jahres“ 2014
- Den Peter‑Scholl‑Latour‑Preis 2015
- Den Marie‑Juchacz‑Frauenpreis im Jahr 2023
- Den Schillerpreis der Stadt Mannheim für das Jahr 2024 (Verleihung 2025)
Diese Auszeichnungen unterstreichen ihre Bedeutung und ihren Einfluss als Journalistin, insbesondere im Bereich Ausland und Nahost-Berichterstattung.
Privatleben – Familie, Beziehung, Religion
Zum Privatleben von Golineh Atai ist wenig bestätigt öffentlich bekannt.
- Familie / Eltern: Wie oben erwähnt, stammen ihre Eltern aus dem Iran, der Vater war Ingenieur, die Mutter im Bereich Englisch tätig. Eine familiäre Fortführung ihres beruflichen Weges ist nicht öffentlich dokumentiert.
- Beziehungsstatus / Ehe: Es existieren keine belastbaren Informationen darüber, ob Atai verheiratet ist oder in einer festen Partnerschaft lebt. Sie achtet darauf, ihr privat-familiäres Umfeld weitgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.
- Religion: Auch hier gibt es keine seriösen, öffentlichen Angaben darüber, welcher Religion sie angehört oder wie sie sich religiös identifiziert. In öffentlichen Porträts wird dieser Aspekt nicht thematisiert, möglicherweise aus Respekt vor Privatsphäre und journalistischer Neutralität.
- Körpergröße: Die Angaben zur Körpergröße sind nicht dokumentiert in seriösen Biographien.
Die klare Haltung, Privates nicht in den Vordergrund zu stellen, ist typisch für viele Auslandskorrespondierende, die in politisch sensiblen Kontexten agieren.
Verbindung zu Phoebe Gaa

Die Journalistin Phoebe Gaa arbeitet ebenfalls für das ZDF im Ausland, u. a. im Bereich Nahost (z. B. Istanbul). Obwohl es keine größeren öffentlichen Kooperationen oder spezielle Projekte gibt, in denen Atai und Gaa prominent gemeinsam auftreten, besteht eine berufliche Nähe: Beide korrespondieren für ZDF und betreuen Regionen im weiteren Nah- und Mittelost-Bereich. In Interviews und ZDF-Formaten trat Golineh Atai mehrfach gemeinsam mit ZDF-Kolleg*innen auf, wodurch indirekt eine Verbindung zu Gaa hergestellt werden kann.
Aktuelle Tätigkeit und Bedeutung
Heute, als Leiterin des ZDF-Studios Kairo, steht Golineh Atai im Zentrum der arabischen und nordafrikanischen Berichterstattung der ZDF-Auslandssender. Ihre Rolle umfasst:
- Analyse und Live-Berichte zu politischen Entwicklungen in Ländern wie Ägypten, Saudi-Arabien, Libanon, Jemen, Syrien
- Moderation und Mitwirkung in ZDF/phoenix-Sondersendungen
- Publikationen und Buchveröffentlichungen zu regionalen Themen (z. B. Iran, Russland)
Durch ihre Herkunft, sprachlichen Kompetenzen und Auslandserfahrung bringt Atai eine besondere Perspektive in die deutsche Medienlandschaft: Sie verbindet den Kulturraum Iran (Persien) mit dem deutschen Journalismus und den arabischen Kontexten. Ihre Arbeit trägt damit zur Vermittlung komplexer geopolitischer Kontexte für das deutschsprachige Publikum bei.
Sprachkenntnisse – Welche Sprachen spricht sie?
Wie oben erwähnt, wird ihr in Medienberichten nachgesagt, „sechs Sprachen“ zu beherrschen – eine offizielle Liste fehlt. Aus ihrem Lebens- und beruflichen Werdegang lassen sich folgende Vermutungen ableiten:
- Persisch (Muttersprache)
- Deutsch (Aufgewachsen, studiert, beruflich)
- Französisch (Studienjahr in Lille; Romanistik)
- Englisch (wissenschaftliches Studium, internationale Berichterstattung)
- Arabisch (wahrscheinlich, aufgrund jahrelanger Arbeit im arabischen Raum)
- Möglicherweise eine oder zwei weitere Sprachen (z. B. Russisch oder eine regionale Sprache im Nahen Osten)
Ob Atai tatsächlich fließend Arabisch spricht oder es lediglich als Arbeits- bzw. Gesprächssprache nutzt, ist nicht sicher belegt. Entsprechend ist in einem Artikel ratsam, diesen Punkt als „nicht offiziell bestätigt“ zu formulieren.
Herkunft – Iranisch-deutsches Profil
Atai verkörpert eine Brückenfunktion zwischen dem Iran und Deutschland: Geboren in Teheran, wuchs sie in Deutschland auf, studierte dort und nutzte ihre Herkunft und Sprach-/Kulturkenntnisse später beruflich. Diese Doppelherkunft beeinflusst ihr Denken und ihre Arbeit: Sie bringt kulturelle Sensibilität mit, die insbesondere in Krisengebieten relevant ist. Gleichzeitig spricht ihr Werdegang für eine Integration und nachhaltige Karriere im deutschen Mediensystem.
Fazit
Golineh Atai steht für qualitativ hochwertigen, internationalen Journalismus mit besonderem Fokus auf Krisenregionen im Nahen Osten und Nordafrika. Ihre Herkunft, sprachlichen Fähigkeiten und die jahrelange Auslandserfahrung machen sie zu einer wichtigen Stimme in der deutschen Medienlandschaft. Zwar bleiben viele Details ihres Privatlebens im Dunkeln – etwa Religion, Beziehungsstatus oder Körpergröße – doch in ihrer professionellen Rolle überzeugt sie durch Kompetenz, Klarheit und interkulturelle Stärke.
Für Medien- und Forschungsmaterial ist ihr offizieller Lebenslauf auf dem ZDF-Presseportal eine verlässliche Quelle. Viele weiterführende Porträts und Blogbeiträge ergänzen das Bild – wobei stets auf die Seriosität der Quelle geachtet werden sollte.
Dieser Artikel wurde erstellt im Rahmen des Blogs „Wissen Themen“ – danke für Ihr Interesse und viel Freude bei der Lektüre.
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