Heribert Fassbender – Die Stimme der Sportschau und Legende des deutschen Sportjournalismus
Heribert Fassbender, oft auch als Heribert Faßbender geschrieben, ist eine lebende Legende des deutschen Sportjournalismus. Geboren am 30. Mai 1941 in Ratingen, prägte er über vier Jahrzehnte lang die Fernsehlandschaft in Deutschland – vor allem als Stimme und Gesicht der ARD-Sportschau. Wer sich fragt, „Wer ist Heribert Fassbender?“, begegnet einem Mann, der den Sport mit journalistischer Kompetenz, unverwechselbarer Stimme und sympathischem Humor in die Wohnzimmer der Nation brachte.
Seit den frühen 1960er-Jahren arbeitete Heribert Fassbender beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Er startete als Hörfunkreporter, berichtete von Bundesliga-Spielen, später von Olympischen Spielen, Fußball-Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Seine ruhige, seriöse Art machte ihn zu einem der bekanntesten deutschen Sportmoderatoren. Besonders berühmt wurde er durch seine unverkennbare Begrüßung: „Guten Abend allerseits“ – oder, wie er es oft salopp sagte, „’n Abend allerseits“.
Der Aufstieg von Heribert Fassbender zum Gesicht der Sportschau
Als Heribert Fassbender 1982 die Moderation der ARD-Sportschau übernahm, trat er in die Fußstapfen seines legendären Vorgängers Ernst Huberty. Mit Professionalität und einer sympathischen Mischung aus Distanz und Nähe zum Geschehen führte er die Sendung in eine neue Zeit. Neben ihm arbeiteten Größen wie Gerd Rubenbauer und Addi Furler, die ebenfalls zu prägenden Stimmen des deutschen Sports wurden. Zusammen bildeten sie ein Reporterteam, das Generationen von Zuschauern den Sport näherbrachte.
Während Ernst Huberty als „Mister Sportschau“ der 1970er galt, wurde Heribert Fassbender das Gesicht der 1980er und 1990er Jahre. Er war kein Showman, sondern ein authentischer Journalist – einer, der lieber über Tore sprach als über sich selbst. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Sportschau zu einer festen Institution im deutschen Fernsehen.
Heribert Fassbender Sprüche – Humor, Spontanität und Kult
Neben seiner journalistischen Präzision war Heribert Fassbender auch für seine Sprüche bekannt – kleine Versprecher, charmante Kalauer oder spontane Einfälle, die ihn beim Publikum noch beliebter machten. Einige seiner bekanntesten Zitate sind bis heute Kult:
- „Toulouse or not to lose, das ist hier die Frage.“
- „Es steht im Augenblick 1:1, aber es hätte auch umgekehrt lauten können.“
- „Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten – es kann noch schlimmer werden.“
Diese Heribert Faßbender Sprüche waren Ausdruck eines Moderators, der seine Arbeit ernst nahm, aber auch den Humor nie verlor. Sie zeigten seine Menschlichkeit und machten ihn zur vertrauten Stimme einer ganzen Ära.
„Guten Abend allerseits“ – Mehr als nur eine Begrüßung
Wenn jemand den Satz „Guten Abend allerseits“ hört, denken viele sofort an Heribert Fassbender. Diese einfache Begrüßung wurde zu seinem Markenzeichen. Sie war freundlich, respektvoll und bodenständig – genau wie er selbst. Kein lautes „Showtime“, kein übertriebenes Pathos, sondern ein ehrliches Willkommen an das Publikum.
Der Satz wurde zum Symbol einer Zeit, in der Sportberichterstattung noch etwas Persönliches hatte. Heribert Fassbender sprach nicht nur über den Sport, er sprach mit den Zuschauern. Sein „’n Abend allerseits“ stand für Nähe, Vertrauen und Glaubwürdigkeit – drei Werte, die ihn bis heute auszeichnen.
Heribert Fassbender, Ernst Huberty, Gerd Rubenbauer und Addi Furler – Die Reporter-Ära
In der Geschichte des deutschen Sportfernsehens gibt es einige Namen, die untrennbar miteinander verbunden sind: Heribert Fassbender, Ernst Huberty, Gerd Rubenbauer und Addi Furler. Jeder von ihnen prägte eine Epoche der Sportschau.
Ernst Huberty war der elegante Pionier, der das Format bekannt machte. Heribert Fassbender führte die Sendung über zwei Jahrzehnte lang mit journalistischer Strenge und feinem Humor weiter. Gerd Rubenbauer brachte später frischen Wind und Emotionalität ein, während Addi Furler als einer der erfahrensten Kommentatoren galt. Gemeinsam formten sie die goldene Ära der Sportschau – eine Zeit, in der Millionen Zuschauer jeden Samstagabend einschalteten, um Fußball aus erster Hand zu erleben.
Heribert Fassbender 2025 – Die Legende lebt
Auch 2025 bleibt Heribert Fassbender ein Begriff. Obwohl er längst im Ruhestand ist, wird sein Name regelmäßig in Interviews, Rückblicken und Dokumentationen genannt. Er gilt als Sinnbild für Qualität im Sportjournalismus – einer, der mit journalistischem Ethos und Persönlichkeit den Ton setzte.
In einer Zeit, in der Medien sich ständig verändern, steht Heribert Fassbender 2025 für Beständigkeit. Er ist der Beweis, dass Glaubwürdigkeit und Stil nie aus der Mode kommen. Sein Einfluss reicht bis in die heutige Generation von Sportreportern, die in ihm ein Vorbild sehen.
Heribert Faßbender Ehefrau und Privatleben
Abseits der Kameras führte Heribert Faßbender ein ruhiges, bodenständiges Privatleben. Er ist verheiratet mit Uta Faßbender, die als Schulamtsdirektorin im Rheinisch-Bergischen Kreis tätig war. Gemeinsam lebt das Ehepaar in Leverkusen-Lützenkirchen. Trotz seines Ruhestands bleibt Heribert Fassbender aktiv – unter anderem als Mitglied im Gesellschafterausschuss der Bayer 04 Fußball GmbH und im Kuratorium der Sportstiftung NRW.
Seine Ehefrau Uta unterstützte ihn während seiner gesamten Karriere, hielt ihm den Rücken frei und ermöglichte ihm, seiner Leidenschaft – dem Sport – voll nachzugehen. Über private Details sprach Fassbender selten, denn er war immer der Meinung, dass seine Arbeit und nicht sein Privatleben im Vordergrund stehen sollte.
Heribert Faßbender heute – Rückblick auf ein Lebenswerk
Heribert Faßbender heute ist ein Mann, der auf ein erfülltes Berufsleben zurückblicken kann. Er hat den deutschen Sportjournalismus mitgeprägt, Generationen von Zuschauern begleitet und jungen Journalisten als Vorbild gedient. Auch wenn er nicht mehr vor der Kamera steht, ist sein Name untrennbar mit der Geschichte der Sportschau verbunden.
Er genießt seinen Ruhestand, verfolgt aber weiterhin das sportliche Geschehen mit wachem Blick. In Interviews äußert er sich reflektiert über die Entwicklungen im Medienbetrieb – und bleibt dabei stets höflich, sachlich und charmant. Seine Stimme mag im Fernsehen verstummt sein, doch seine Wirkung bleibt lebendig.
Das Vermächtnis von Heribert Fassbender
Heribert Fassbender war mehr als nur ein Moderator. Er war Chronist, Kommentator, Beobachter und Geschichtenerzähler. Seine Karriere steht für eine Epoche, in der Fernsehen noch echte Bindung zu seinem Publikum schuf. Sein „Guten Abend allerseits“ bleibt Symbol für Authentizität, seine Sprüche für Witz und seine Haltung für journalistische Integrität.
Wer über Heribert Fassbender spricht, spricht über die Seele des deutschen Sportjournalismus. Er gehört zu jener Generation, die Fernsehen nicht als Bühne, sondern als Vermittler verstand. Bis heute ist er Maßstab für Stil, Haltung und Glaubwürdigkeit im Sport.
Fazit
Auch wenn die Sportberichterstattung heute digitaler, schneller und lauter geworden ist, bleibt Heribert Fassbender ein Name, der für Ruhe, Qualität und Kompetenz steht. Sein Vermächtnis lebt in den Stimmen der Sportreporter weiter, die seine Schule durchlaufen haben. Er hat mit Leidenschaft gearbeitet, mit Respekt kommentiert und mit Herzlichkeit moderiert.
Heribert Fassbender ist nicht nur ein Stück Fernsehgeschichte – er ist ein Symbol für eine Ära, in der Journalismus noch Persönlichkeit hatte.
Zum Schluss bleibt sein Gruß, der zum Klassiker wurde: „Guten Abend allerseits“ – ein Satz, der die Herzen von Millionen Zuschauern erreichte.
Dieser Artikel wurde verfasst für den Blog Wissen Themen, der sich mit Biografien, Mediengeschichte und kulturellen Persönlichkeiten befasst.
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