Lakritz und Schokolade: Eine ungewöhnliche Kombination, die immer mehr Fans findet
Salzig und süß galten in der Süßwarenwelt lange als Gegensätze, die man besser getrennt hält. Wer schon einmal Lakritz probiert hat, das in Schokolade getaucht wurde, weiß, wie sehr dieses Bild ins Wanken gerät. Die herbe, teils salzige Würze des Lakritzes trifft auf die milde Süße der Kuvertüre, und aus zwei sehr unterschiedlichen Aromen entsteht ein Geschmackserlebnis, das viele beim ersten Bissen überrascht. Was in Skandinavien und den Niederlanden längst Tradition hat, findet inzwischen auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Dieser Beitrag erklärt, woher die Kombination stammt, welche Schokoladensorten wirklich passen und worauf man beim Kauf achten sollte.
Woher kommt die Kombination aus Lakritz und Schokolade?
Die Idee, Lakritz mit Schokolade zu verbinden, ist keine Erfindung der letzten Jahre. In Skandinavien, wo salziges Lakritz seit Generationen zur Nascherei-Kultur gehört, haben Confiseure schon früh experimentiert, die kräftige Würze mit sanfterer Süße abzurunden. Einen entscheidenden Schub erhielt der Trend 2009, als eine dänische Manufaktur begann, Gourmet-Lakritz gezielt in verschiedene Schokoladensorten zu hüllen und dabei genau die Balance zwischen beiden Zutaten zu suchen. Aus einem Nischenprodukt für Lakritzkenner wurde so über die Jahre eine Produktkategorie mit eigenem Fankreis.
In den Niederlanden verlief die Entwicklung ähnlich, wenn auch auf einem anderen Weg. Dort gehört “Drop” traditionell zu den Alltagssüßigkeiten, und schon früh gab es Rezepte, die weiches Lakritz mit einer dünnen Schokoladenschicht kombinierten, meist um die Schärfe für ein breiteres Publikum zugänglicher zu machen. Erst in den vergangenen Jahren hat sich daraus ein regelrechter Markt für Premium-Kombinationen entwickelt, der auch außerhalb Skandinaviens und der Niederlande auf Interesse stößt.
Wer selbst herausfinden möchte, wie gut sich die beiden Aromen ergänzen, kann inzwischen bei spezialisierten Onlineshops Lakritz Schokolade online kaufen und zwischen ganzen Tafeln, kleinen Riegeln oder schokoladenumhüllten Lakritzkugeln wählen. Gerade für Menschen, die Lakritz aus dem Urlaub in Skandinavien oder den Niederlanden kennen, ist das oft der erste Kontakt mit einer Variante, die zuhause bislang schwer zu finden war.
Auffällig ist dabei, dass sich Deutschland lange zurückhaltend zeigte, während Dänemark, Schweden und die Niederlande bereits eigene Marken und Sortimente rund um die Kombination aufgebaut hatten. Erst mit dem allgemein gestiegenen Interesse an internationalen Süßwaren und dem Trend zu ausgefalleneren Geschmackserlebnissen fand die Kombination auch hierzulande breiteren Anklang, zunächst über spezialisierte Feinkosthändler, inzwischen zunehmend über dedizierte Onlineshops mit entsprechendem Sortiment.
Welche Schokoladensorten passen zu Lakritz?
Vollmilch- und Zartbitterschokolade als Klassiker
Die meistverbreitete Kombination bleibt salziges Lakritz in Vollmilchschokolade. Die milde Süße der Milchschokolade fängt die Schärfe des Lakritzes ab, ohne sie komplett zu überdecken. Wer es etwas herber mag, greift zu Zartbitterschokolade, deren leichte Bitterkeit die salzige Note des Lakritzes noch stärker betont und dem Ganzen eine erwachsenere Note verleiht. Gerade Einsteigerinnen und Einsteiger unterschätzen häufig, wie stark sich der Kakaoanteil auf das Gesamtergebnis auswirkt: Eine Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil kann die Salznote des Lakritzes so weit verstärken, dass selbst erfahrene Naschkatzen kurz innehalten.
Weiße Schokolade und fruchtige Kombinationen
Weiße Schokolade wirkt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch zu würzigem Lakritz, funktioniert in der Praxis aber überraschend gut, besonders in Kombination mit Fruchtnoten wie Passionsfrucht oder Himbeere. Die zusätzliche Fruchtsäure gleicht die Süße der weißen Schokolade aus und schafft einen dritten Geschmacksakzent neben salzig und süß. Wer weiße Schokolade grundsätzlich als zu süß empfindet, findet in diesen fruchtigen Varianten oft trotzdem Zugang, weil die Säure der Frucht die Süße spürbar bricht und das Gesamtbild deutlich ausgewogener wirkt als bei reiner weißer Schokolade.
Ungewöhnliche Sorten: Salz, Karamell und Zitrone
Manche Hersteller gehen noch einen Schritt weiter und kombinieren Lakritz Schokolade zusätzlich mit Meersalz, Karamell oder Zitrone. Diese Varianten richten sich vor allem an Menschen, die die Grundkombination bereits kennen und gezielt nach neuen Facetten suchen. Karamell etwa bringt eine zusätzliche Süße und leicht buttrige Note mit ins Spiel, während Zitrone dem Ganzen eine frische, fast erfrischende Gegenspitze gibt. Wer mag, kombiniert sogar mehrere Varianten in einer Verkostungsrunde, um herauszufinden, welche Paarung am eigenen Gaumen am besten funktioniert, statt sich von vornherein auf eine einzige Sorte festzulegen.
Worauf es bei guter Lakritz Schokolade ankommt
Zutatenqualität
Der Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer wirklich guten Lakritz Schokolade zeigt sich vor allem in den Zutaten. Hochwertige Produkte setzen auf reines Lakritzpulver, echtes Meersalz und Schokoladenkuvertüre ohne künstliche Aromastoffe. Wer beim Blick auf die Zutatenliste vor allem lange, unaussprechliche Bezeichnungen findet, sollte skeptisch werden, denn eine gute Rezeptur kommt meist mit erstaunlich wenigen, dafür hochwertigen Bestandteilen aus.
Verarbeitung und Textur
Auch die Verarbeitung entscheidet über das Geschmackserlebnis. Weiche Lakritzkerne, die vollständig von Schokolade umhüllt sind, ergeben ein anderes Mundgefühl als feste Lakritzstangen, die lediglich mit einer dünnen Schokoladenschicht überzogen wurden. Wer die salzige Lakritz-Komponente stärker spüren möchte, bevorzugt meist die festere Variante, während weichere Kerne die beiden Aromen enger miteinander verschmelzen lassen.
Herkunft des Kakaos
Wer beim Naschen ein gutes Gewissen behalten möchte, achtet zusätzlich auf die Herkunft des verwendeten Kakaos. Einige Hersteller beziehen ihre Kakaozutaten ausschließlich über zertifizierte Nachhaltigkeitsprogramme, die faire Bezahlung der Kakaobäuerinnen und -bauern sowie den Verzicht auf Kinderarbeit sicherstellen sollen. Ein entsprechendes Siegel auf der Verpackung ist zwar kein Garant für Perfektion, gibt aber zumindest einen Hinweis darauf, dass sich ein Hersteller mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Wie man Lakritz Schokolade am besten genießt
Am besten entfaltet sich der Geschmack, wenn man das Stück langsam im Mund zergehen lässt, statt es sofort zu zerkauen. So löst sich zunächst die Schokolade auf der Zunge auf, bevor die salzige Lakritz-Note darunter zum Vorschein kommt. Wer den Kontrast noch verstärken möchte, kombiniert die Schokolade mit einer Tasse kräftigem Kaffee oder schwarzem Tee, deren Bitterstoffe die Süße zusätzlich ausbalancieren.
Auch als Zutat abseits des puren Genusses lässt sich die Kombination einsetzen. Grob gehackt eignet sie sich als Topping für Eis oder als Einlage in einem Schokoladenkuchen, wo die salzige Note für eine überraschende Wendung sorgt, die klassische Schokoladenchips nicht bieten. Wer gerne experimentiert, probiert die Kombination auch in einem selbstgemachten Trinkschokolade-Rezept, bei dem ein paar geschmolzene Stücke der salzigen Schokolade der fertigen Trinkschokolade eine ungewohnte, aber überraschend stimmige Tiefe verleihen.
Als Geschenk: Warum sich Lakritz Schokolade dafür besonders eignet
Gerade weil die Kombination hierzulande noch relativ unbekannt ist, kommt sie als Geschenk oft besser an als klassische Pralinen. Für Menschen, die Lakritz aus dem Urlaub in Skandinavien oder den Niederlanden lieben und zuhause vermissen, ist eine Auswahlbox mit mehreren Schokoladensorten häufig eine echte Überraschung, weil sich damit gleich mehrere Geschmacksrichtungen auf einmal entdecken lassen. Auch als kleines Mitbringsel abseits der üblichen Pralinenschachtel funktioniert die Kombination gut, gerade bei Anlässen, bei denen ein etwas ausgefalleneres Geschenk gefragt ist.
Wichtig beim Verschenken ist allerdings, die beschenkte Person grob einzuschätzen. Wer weiß, dass jemand bereits Fan von salzigem Lakritz ist, kann bei kräftigeren Sorten mutiger sein. Bei Menschen, die salziges Naschwerk bisher nicht kennen, empfiehlt sich der Einstieg über mildere Varianten mit Vollmilchschokolade, damit die erste Begegnung mit der Kombination nicht gleich zur Geschmacksprobe für Fortgeschrittene wird.
Häufige Fragen
Ist die Kombination aus Lakritz und Schokolade für jeden geeignet?
Nicht unbedingt. Wer generell wenig mit dem herb-salzigen Geschmack von Lakritz anfangen kann, wird auch von der Schokoladenvariante nicht überzeugt werden, auch wenn die Schokolade die Schärfe spürbar abmildert. Für Lakritzfans, die bislang nur pure Sorten kennen, lohnt sich der Einstieg über mildere Kombinationen mit Vollmilchschokolade, bevor man sich an dunklere oder salzigere Varianten herantastet.
Welche Schokolade passt am besten zu salzigem Lakritz?
Am ausgewogensten wirkt meist Vollmilchschokolade, weil sie die Schärfe abfedert, ohne den Lakritzgeschmack zu überdecken. Wer mutiger ist, probiert Zartbitterschokolade oder fruchtige Varianten mit weißer Schokolade. Eine allgemeingültige Antwort gibt es dabei nicht, da persönliche Vorlieben bei Süße und Schärfe stark variieren.
Gibt es Lakritz Schokolade auch vegan oder glutenfrei?
Ja, mittlerweile bieten viele Hersteller vegane Varianten auf pflanzlicher Schokoladenbasis sowie glutenfreie Lakritzkerne an. Ein Blick auf die Verpackung schafft hier schnell Klarheit.
Wie sollte man Lakritz Schokolade lagern?
Kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, idealerweise bei Zimmertemperatur statt im Kühlschrank, da Schokolade sonst schnell einen weißlichen Fettschleier bekommt. Eine luftdicht verschlossene Verpackung schützt zusätzlich vor Feuchtigkeit, und wer mehrere Sorten gleichzeitig lagert, trennt sie idealerweise voneinander, damit sich Aromen wie Zitrone oder Karamell nicht gegenseitig überlagern.
Fazit
Lakritz und Schokolade wirken auf den ersten Blick wie eine unwahrscheinliche Paarung, ergeben in der Praxis aber eines der spannendsten Geschmackserlebnisse der vergangenen Jahre. Die Bandbreite reicht von milder Vollmilchschokolade bis zu mutigen Kombinationen mit Zitrone oder Karamell, sodass für nahezu jeden Geschmack eine passende Variante existiert. Wer bislang nur pures Lakritz kannte, verpasst mit der Schokoladenversion eine der interessantesten Weiterentwicklungen dieser traditionsreichen Süßigkeit.
Am Ende lohnt sich vor allem eines: einfach ausprobieren, statt sich von der ungewöhnlichen Kombination abschrecken zu lassen. Wer mit einer milden Variante startet und sich Schritt für Schritt an kräftigere Sorten herantastet, entdeckt fast immer eine Kombination, die überzeugt, auch wenn der erste Gedanke an Lakritz und Schokolade zunächst skeptisch stimmt.
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