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Wie wählt man das richtige Sonnensegel für Ihren Balkon aus?

Die Auswahl eines passenden Sonnensegels für den Balkon wirkt zunächst leicht, doch um guten Schatten und eine sichere Befestigung zu bekommen, gibt es einige Punkte zu beachten. Ein Sonnensegel ist mehr als nur ein Stück Stoff; es steht für Komfort, ein schönes Aussehen und Schutz. Die richtige Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab: Größe und Form des Balkons, Art der Nutzung und das Wetter vor Ort. Ziel ist eine Lösung, die Sonne und Regen zuverlässig abhält, optisch gut zu Ihrem Balkon passt und viele Jahre hält.

Ist ein Sonnensegel zu groß oder zu klein, beschattet es entweder nicht die richtige Fläche oder macht Probleme bei der Montage. Darum lohnt es sich, die verschiedenen Möglichkeiten vorher gut anzuschauen. Ob Sie ein wasserdichtes sonnensegel balkon möchten, das bei Regen schützt, oder ein luftdurchlässiges Tuch für bessere Belüftung – es gibt viele Varianten. Eine gute Planung ist die Grundlage für ein sicheres, praktisches und optisch ansprechendes Ergebnis. In diesem Artikel gehen wir Schritt für Schritt alle Punkte durch, die Ihnen helfen, das passende Sonnensegel für Ihren Balkon auszuwählen. Mehr Produkte finden Sie bei Shade4You.

Welche Kriterien bestimmen die Auswahl des passenden Sonnensegels?

Bei der Wahl des Sonnensegels geht es darum, ein Modell zu finden, das zu Ihren Ansprüchen und zu Ihrem Balkon passt. Es reicht nicht, irgendein Segel zu kaufen. Größe, Form, Material und Befestigungspunkte wirken zusammen und entscheiden, wie gut das Segel später funktioniert, wie sicher es ist und wie es aussieht.

Welche Größe und Fläche passen zu Ihrem Balkon?

Die richtige Größe ist der erste – und einer der wichtigsten – Schritte. Ein zu kleines Segel spendet zu wenig Schatten, ein zu großes Segel wirkt schnell wuchtig und kann schwer zu befestigen sein. Legen Sie zuerst fest, welche Fläche Sie schattieren möchten. Bedenken Sie, dass das Segel die Fläche deutlich überragen sollte, vor allem bei Segeln mit nach innen gebogenen (konkaven) Kanten, damit genug Schatten entsteht.

Übernehmen Sie bei der Berechnung nicht einfach die Abstände zwischen den Befestigungspunkten als Segelmaß. Es muss immer ein Abzug eingeplant werden. Für kleinere Segel sind etwa 25 cm weniger pro Seite ein guter Richtwert. Bei größeren Segeln mit Abständen über 4 m sollte der Abzug größer sein. Beispiele:

  • Befestigungsabstand 300 x 300 cm → Segel maximal ca. 275 x 275 cm
  • Befestigungsabstand 400 x 400 cm → Segel maximal ca. 300 x 300 cm

Dieser Spielraum ist wichtig, damit sich das Segel später gut spannen lässt und Platz für die Dehnung des Stoffes bleibt. So verhindern Sie, dass das Tuch bei Wind schlägt oder nach einem Regenguss durchhängt.

Wie vermisst man den Balkon richtig für ein Sonnensegel?

Genaues Messen ist die Grundlage für ein passendes Sonnensegel. Gehen Sie dabei so vor:

  • Bestimmen Sie den Schattenbereich, den Sie abdecken wollen.
  • Messen Sie die Abstände zwischen allen möglichen Befestigungspunkten (Hauswand, Masten, Balkongeländer).
  • Wiederholen Sie die Messungen, um Fehler zu vermeiden.

Hilfreich ist eine einfache Simulation: Spannen Sie eine Schnur in der geplanten Höhe zwischen die Befestigungspunkte und beobachten Sie den Schatten zu unterschiedlichen Tageszeiten. So sehen Sie, ob der Bereich wirklich gut beschattet wird.

Die Maße in Produktbeschreibungen und Konfiguratoren beziehen sich in der Regel auf das Segel im gespannten Zustand. Ein neues Segel ist anfangs etwas kleiner, weil der Stoff in den ersten Wochen leicht nachgibt. Hersteller berücksichtigen das bereits; Sie müssen also nicht extra kleiner bestellen. Planen Sie zusätzlich mindestens 35 cm Abstand zwischen jeder Segelecke und dem jeweiligen Befestigungspunkt ein, damit genug Platz für Spannseile oder Spanner bleibt.

Welche Sonnensegelform ist besser: Dreieck, Rechteck oder Quadrat?

Die Form beeinflusst sowohl die Optik als auch die Nutzung des Sonnensegels.

  • Dreieckige Sonnensegel: Sie sind besonders windstabil und eignen sich gut für windausgesetzte Balkone. Drei stabile Befestigungspunkte sind nötig. Die Ecken sollten nicht zu spitz sein, damit die Kräfte gleichmäßig verteilt werden. Konkav geschnittene Kanten erhöhen die Stabilität weiter.
  • Rechteckige und quadratische Sonnensegel: Sie bedecken eine größere Fläche und sind ideal für größere Bereiche. Allerdings brauchen sie kräftige Befestigungen, da sie mehr Windangriffsfläche bieten. Bei Standardgrößen wie 5 x 5 m ist eine sehr stabile Verankerung wichtig. Zusätzlich sollte ein größerer Höhenunterschied zwischen den Befestigungspunkten eingeplant werden, besonders bei wasserdichten Segeln, damit Regen gut ablaufen kann. Hier empfiehlt sich eine Neigung von mindestens 25%.

Wie beeinflussen die Befestigungspunkte die Größe und Position?

Befestigungspunkte bestimmen, wie groß Ihr Segel sein kann und wie es später hängt. Bringen Sie zuerst alle festen Punkte wie Wandhalterungen, Masten oder Pfosten an. Danach legen Sie Form und Größe des Segels fest. So bekommen Sie eine saubere Geometrie und vermeiden Falten.

Jede Ecke des Segels braucht einen stabilen Ankerpunkt: an der Hauswand, am Geländer oder an Masten. Achten Sie darauf, dass keine Dachkanten, Dachrinnen oder Äste das Segel berühren können. Zwischen Ankerpunkt und Segelecke sollten 35-50 cm (maximal 1 m) für Seile oder Spannsysteme eingeplant werden. Das Segel muss also immer kleiner sein als das „Rohmaß“ zwischen den Befestigungspunkten. Bewährt hat sich zum Beispiel das Muscle x3 System, das Distanzbereiche von 35 bis 100 cm zulässt und die Spannkraft verdreifacht.

Welche Materialien eignen sich für Sonnensegel auf dem Balkon?

Das Material entscheidet darüber, wie gut das Sonnensegel funktioniert, wie lange es hält und wie pflegeleicht es ist. Üblich sind vor allem Polyester, Polyethylen (HDPE) und Acryl.

Vor- und Nachteile von Polyester, Polyethylen und Acryl

Polyester-Sonnensegel:

  • UV- und wetterbeständig
  • schützt vor Sonne und Regen
  • formstabil und reißfest
  • einfach mit lauwarmem Wasser und milder Seife zu reinigen
  • Nachteil: Bei niedriger Montage kann sich Hitze stauen. Deshalb lieber höher und leicht schräg montieren.

Polyethylen-Sonnensegel (HDPE):

  • locker gewebt und luftdurchlässig
  • verhindert Hitzestau, Wind kann durch das Gewebe strömen
  • sehr stabil, aber nicht regendicht – Wasser geht durch das Gewebe
  • gut geeignet für heißen, trockenen Sommer mit viel Wind
  • am besten auf UV- und fleckenbeständig behandelte Varianten achten

Acrylsegel:

  • sehr widerstandsfähig, oft regendicht
  • durchgefärbte Fasern, Farben bleichen kaum aus
  • hohe Reißfestigkeit und Fleckenbeständigkeit
  • sehr guter UV-Schutz (z.B. Dickson Orchestra, Max, Infinity: je nach Farbe 90-100% UV-Block, oft mit 10 Jahren Garantie)
  • ideal für alle, die Wert auf lange Haltbarkeit und Farbtreue legen

Ein weiterer Qualitätsfaktor ist das Flächengewicht: Dichte Stoffe mit 150-340 g/m² sind meist stabiler, langlebiger und weniger anfällig für Risse und Schmutz.

Sind UV-Schutz und Wasserdichtigkeit bei allen Materialien verfügbar?

UV-Schutz und Wasserdichtigkeit unterscheiden sich je nach Stoff:

  • UV-Schutz: Gute Sonnensegel bieten immer einen gewissen UV-Schutz. Dunkle Stoffe blocken in der Regel mehr Strahlung (bis zu 100% bei manchen dunklen Dickson-Geweben). Selbst helle Stoffe erreichen oft UPF 50+.
  • Wasserdichtigkeit: Nur dicht gewebte, beschichtete Stoffe sind wirklich wasserdicht. Das Wasser perlt ab und läuft am Segel entlang nach unten. Diese Segel sind ideal, wenn Sie auch bei Regen draußen sitzen wollen.
  • Atmungsaktive Stoffe: Mikroperforierte oder luftdurchlässige Gewebe lassen Luft durch, aber auch Regen. Sie verhindern Hitzestau, bieten dafür keinen Regenschutz.

Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Ihnen besser Belüftung oder Regenschutz wichtig ist. Wasserdichte Segel sollten immer mit Gefälle montiert werden (mindestens 25%), damit sich keine Wassersäcke bilden, die Segel und Befestigung beschädigen könnten.

Sind atmungsaktive Stoffe gegenüber wasserabweisenden vorteilhaft?

Hier kommt es stark auf das Klima und Ihre Nutzung an:

  • Atmungsaktive Stoffe (z.B. HDPE, SWK15):
    • lassen Luft zirkulieren, kein Hitzestau
    • sehr windstabil, da der Wind hindurchziehen kann
    • ideal für heiße, trockene Regionen
    • bieten jedoch keinen kompletten Schutz vor Regen
  • Wasserdichte Stoffe:
    • schützen vor Sonne und Regen
    • gut, wenn Sie Möbel vor Nässe schützen oder den Balkon bei jedem Wetter nutzen wollen
    • nicht luftdurchlässig – bei zu niedriger Montage kann es darunter sehr warm werden
    • erfordern ein deutliches Gefälle, sonst drohen Wassersäcke

Befestigungsmöglichkeiten auf dem Balkon

Eine gute Befestigung entscheidet über Sicherheit und Haltbarkeit. Ein ordentlich gespanntes Segel bleibt stabil und flattert nicht. Je nach Bauweise des Balkons gibt es mehrere Optionen.

Feste Befestigung an Wand, Decke und Geländer

Für eine dauerhafte Lösung eignet sich eine feste Montage:

  • Wand oder Decke: Stabile Edelstahlplatten, Ösen oder Wandhalter dienen als sichere Basis. Verwenden Sie passende Dübel und Schrauben, abgestimmt auf das Mauerwerk. Rechnen Sie die Länge der Spannsysteme (z.B. Spannschlösser, Muskel x3) in die Gesamtplanung ein. Stehen Masten senkrecht (90°), müssen Sie auf beiden Seiten je ca. 35 cm zusätzliche Länge für das Befestigungssystem berücksichtigen. Bei geneigten Masten (z.B. 75°) kann ein Teil dieser Länge durch die Neigung ausgeglichen werden.
  • Balkongeländer: Mit speziellen Schellen oder Klemmen lässt sich das Segel am Geländer befestigen, ohne es zu beschädigen. Wichtig: Das Geländer muss stabil genug sein, um die Zugkräfte zu halten.
  • Kederschiene an der Fassade: Für einen dichten Anschluss an der Wand kann eine Kederschiene mit eingezogenem Keder verwendet werden. So läuft kein Wasser zwischen Hauswand und Segel hindurch.

Befestigung mit Masten oder Teleskopstangen

Wenn Wand oder Decke keine ausreichenden Ankerpunkte bieten, helfen Masten oder Teleskopstangen:

  • Sie können fest im Boden verankert oder auf tragfähigen Balkonböden montiert werden.
  • Modelle wie Alu-SimplE oder Ulisse von Maanta sind oft in der Höhe verstellbar, sodass sich Neigung und Segelhöhe flexibel anpassen lassen.
  • Alu-SimplE: sehr steifes Aluminium für hohe Stabilität.
  • Ulisse: verzinkter Stahlmast mit mehreren Befestigungspunkten – auch für mehrere Segel geeignet.

Der Durchmesser der Masten gibt an, welche Segelgröße sie tragen können:

  • ca. 70 mm Durchmesser: Segel bis etwa 30 m²
  • 100 mm und mehr: auch sehr große Segel möglich

Die Masten müssen solide verankert werden, damit sie auch starken Böen standhalten. Das bei Maanta-Masten enthaltene Muscle x3 System hilft, das Segel stramm zu spannen und bei Bedarf schnell zu lösen.

Was sollten Sie über Abstand, Spanntechnik und Neigung beachten?

Für ein gutes Ergebnis sind drei Punkte wichtig: Abstand, Spannung und Neigung.

  • Abstand: Zwischen Segel und Befestigungspunkt sollte auf jeder Seite mindestens 35 cm Platz bleiben – besser etwas mehr. Ein grober Richtwert: Das Segel ist pro Seite etwa 70 cm kleiner als der Abstand der Ankerpunkte.
  • Spanntechnik: Gut gespannte Segel sind sicherer, flattert weniger und lassen Regen besser ablaufen. Seilzüge mit Umlenkrollen oder Spannsysteme wie Muscle x3 helfen, die richtige Spannung aufzubauen und später nachzustellen. Die Segelecken dürfen nie direkt an den festen Punkten hängen, sonst können Sie das Segel nicht nachspannen.
  • Neigung: Besonders bei wasserdichten Segeln sollte eine Schräge von mindestens 25% eingeplant werden. Bei einem 4-m-Segel entspricht das rund 80 cm Höhenunterschied zwischen der höchsten und der tiefsten Ecke. Für Segel über 20 m² darf der Unterschied gerne noch größer sein. Zu flache oder schlaff gespannte Segel können bei Starkregen innerhalb weniger Minuten große Wassermengen sammeln und beschädigt werden.

Ästhetik und Anpassung an den individuellen Stil

Ein Sonnensegel ist auch ein Gestaltungselement. Es beeinflusst, wie Ihr Balkon wirkt und wie Sie sich dort fühlen. Farbe, Form und Anordnung sollten zu Haus, Einrichtung und persönlichem Geschmack passen.

Welche Farben und Designs harmonieren mit dem Balkonambiente?

Helle, neutrale Töne wie Beige, Sand oder Hellgrau:

  • passen gut zu natürlichen oder klassischen Umgebungen
  • lassen den Balkon größer und freundlicher wirken
  • erzeugen ein leichtes, warmes Ambiente
  • lassen dafür etwas mehr Wärme durch und zeigen Schmutz schneller
  • vergleichbar mit Sonnenschutzfaktor um 50, für viele Lagen ausreichend

Dunkle Farben wie Anthrazit, Dunkelblau oder Braun:

  • wirken modern und geradlinig
  • passen gut zu minimalistischem oder zeitgemäßem Stil
  • bieten sehr starken Licht- und UV-Schutz, je nach Stoff bis zu 100% UV-Block

Kräftige Farben wie Rot, Orange oder Türkis:

  • setzen Akzente und wirken lebendig
  • eignen sich gut als Blickfang oder um einzelne Bereiche hervorzuheben

Hersteller wie Dickson ordnen jeder Farbe Komfortklassen zu (thermischer Komfort, Sichtkomfort, UV-Schutz). Diese Angaben helfen, eine Farbe auszuwählen, die zu Klima und Nutzung passt.

Auch die Form kann zum Stil beitragen: Schlichte, einfarbige Rechtecke wirken ruhig, während besondere Formen wie Fünf- oder Sechsecke oder Segel mit 3D-Profil eine auffällige, architektonische Wirkung haben.

Mehrere kleine oder ein großes Sonnensegel: Was passt besser?

Beides hat Vorteile – die Entscheidung hängt von Balkonform, gewünschtem Schatten und persönlichem Geschmack ab.

  • Ein großes Sonnensegel:
    • deckt große Flächen ohne Unterbrechung ab
    • schafft ein ruhiges, einheitliches Gesamtbild
    • braucht weniger Befestigungspunkte
    • fordert dafür sehr stabile Anker und eine deutliche Neigung
  • Mehrere kleinere Segel:
    • bieten mehr Flexibilität – Segel können abhängig vom Sonnenstand angepasst werden
    • erlauben das Spiel mit Farben und Formen
    • können teilweise überlappen und so die Windanfälligkeit reduzieren
    • nutzen oft die gleichen Masten für mehrere Ecken
    • erleichtern Montage, Abbau und Reinigung, weil jedes Segel leichter ist

Praktische Tipps zur Planung und Installation

Eine gute Vorbereitung und eine saubere Montage sind die Basis für ein Sonnensegel, das lange Freude macht. Wer hier genau arbeitet, vermeidet spätere Probleme.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montagemessung

Folgende Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Beschattungsbereich festlegen: Entscheiden Sie, welche Zonen (Sitzplatz, Liegefläche, Spielbereich) geschützt werden sollen. Denken Sie an den Sonnenlauf im Tagesverlauf.
  2. Befestigungspunkte finden: Suchen Sie mögliche Ankerpunkte an Hauswand, Decke oder planen Sie Masten ein. Achten Sie auf störende Elemente wie Dachrinnen, Vorsprünge oder Bäume.
  3. Abstände messen: Messen Sie alle horizontalen Strecken zwischen den Befestigungspunkten, am besten auch die Diagonalen. Kontrollieren Sie Ihre Messwerte durch Wiederholung.
  4. Abzug für Segelgröße berechnen: Das Segel muss kleiner sein als die Rohabstände. Ziehen Sie bei kleineren Segeln mindestens 25 cm pro Seite ab, bei größeren mehr. Zusätzlich benötigen Sie 35-100 cm Spielraum pro Ecke für Spanner oder Seile.
  5. Höhenunterschied planen: Legen Sie fest, welche Ecke höher liegen soll. Für wasserdichte Segel wird eine Neigung von mindestens 25% empfohlen – bei 4 m Kantenlänge sind das rund 80 cm Höhenunterschied.
  6. Schatten simulieren: Spannen Sie Schnüre oder stellen Sie Teleskopstangen in der geplanten Höhe auf und werfen Sie einen Blick auf den Schatten zu verschiedenen Tageszeiten.
  7. Segelgröße festlegen: Leiten Sie aus den gemessenen Abständen und Abzügen die endgültigen Segelmaße ab. Bei Maßanfertigung geben Sie die Spannmaße an (Zustand unter Spannung).

Bedenken Sie: Der Stoff dehnt sich in den ersten Wochen leicht. Das gelieferte Segel ist daher anfangs oft minimal kleiner und erreicht sein Endmaß nach etwa 2-3 Wochen Dauerbetrieb.

Wie berücksichtige ich Windlast oder regionale Wetterbedingungen?

Wind und Wetter am Standort haben großen Einfluss auf Materialwahl, Form und Befestigung:

  • Windige Lagen:
    • eher kleinere oder dreieckige Segel wählen
    • konkav geschnittene Kanten für mehr Stabilität
    • stabile Masten und hochwertige Wandhalter verwenden
  • Regionen mit viel Regen:
    • wasserdichte Stoffe bevorzugen
    • große Neigung einplanen, um Wasserstau zu vermeiden
  • Sehr sonnige Lagen:
    • Stoffe mit hohem UV-Schutz nutzen
    • eher dunklere Farben wählen, wenn maximaler UV-Block gewünscht ist

Bei der Befestigung sind leistungsfähige Spannsysteme wichtig. Systeme wie Muscle x3 erhöhen die Spannkraft und machen das Segel widerstandsfähiger gegen Windböen. Bei aufrollbaren Segeln kann ein Windwächter das Segel automatisch einfahren, wenn der Wind zu stark wird.

Pflege und Langlebigkeit: Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Achten Sie auf folgende Punkte:

KriteriumEmpfehlung
Flächengewichtca. 150-340 g/m² für hohe Stabilität
Materialz.B. spinndüsengefärbtes Acryl für Farbechtheit und UV-Beständigkeit
Beschichtungschmutz- und wasserabweisend für einfache Reinigung
Randeinfassungverstärkte Säume, Edelstahlringe an den Ecken
BefestigungsteileKarabiner, Spanner, Wandhalter aus rostfreiem Edelstahl

Polyester-Sonnensegel lassen sich meist problemlos mit lauwarmem Wasser und milder Seife reinigen. Hochwertige Systeme kosten zwar mehr als einfache Discounter-Segel, dafür halten sie oft viele Jahre. Sehr günstige Modelle werden oft schon nach einer Saison porös oder bleichen stark aus und müssen ersetzt werden.

Fehler vermeiden bei der Auswahl und Montage

Kleine Planungsfehler können später große Auswirkungen haben – von Falten im Segel bis hin zu Schäden bei Sturm. Mit etwas Hintergrundwissen lassen sich diese Probleme gut vermeiden.

Häufige Fehler beim Ausmessen vermeiden

Typische Stolperfallen:

  • Segelgröße = Befestigungsabstand: Wenn das Segel genau so groß ist wie der Abstand, kann es nicht straff gespannt werden. Folge: Falten, Flattern, höhere Belastung für Material und Befestigung. Besser: immer 35 cm oder mehr pro Ecke freilassen.
  • Sonnenlauf nicht beachtet: Ein Segel, das mittags passt, kann morgens oder abends den Bereich verfehlen. Nutzen Sie Schnurproben zu verschiedenen Tageszeiten und beobachten Sie den Schatten.
  • Kein Gefälle bei wasserdichten Segeln: Ohne Neigung (mindestens 25%) sammelt sich Wasser in der Mitte. Das Segel hängt durch, Stoff und Befestigung werden stark belastet und können beschädigt werden.

Ungeeignete Befestigungen und deren Folgen

Falsche Befestigung ist ein häufiges Problem:

  • Zu dünne Masten oder Pfosten können sich bei Wind oder Regen verbiegen oder brechen, vor allem wenn sich Wasser im Segel sammelt.
  • Einfache Haken oder Ösen ohne ausreichende Tragkraft können aus der Wand reißen.
  • Nur mit Seilen befestigte Segel ohne Spannsysteme neigen zu starkem Flattern und vibrieren bei Wind.

Verwenden Sie stattdessen:

  • kräftige Masten mit ausreichendem Durchmesser und solider Verankerung
  • massive Wandhalterungen aus Edelstahl mit passenden Dübeln
  • professionelle Spannsysteme statt nur einfacher Seile

Montieren Sie alle festen Befestigungspunkte zuerst, berechnen Sie danach die Tuchform und -größe. So lassen sich Falten und Spannungsprobleme deutlich reduzieren.

Das richtige Maß für ausreichend Schatten

Damit der Balkon wirklich schattig bleibt, sollte das Segel die gewünschte Fläche überdecken und etwas darüber hinausgehen. Vor allem bei Segeln mit konkav geschnittenen Kanten ist die Schattenfläche kleiner als die reine Tuchfläche. Viele Nutzer planen nur für die Mittagszeit und wundern sich später über fehlenden Schatten am Morgen oder Abend.

Tipps:

  • Verfolgen Sie den Sonnenstand an einem typischen Tag (morgens, mittags, nachmittags).
  • Nutzen Sie Schnüre oder provisorische Planen, um den Schattenverlauf zu testen.
  • Bei großen Flächen lieber mehrere kleinere Segel kombinieren und überlappen lassen.
  • Bei Unsicherheit eine Fachberatung nutzen – viele Anbieter (z.B. Maanta, Shade4You) helfen kostenfrei bei Planung und Maßermittlung.

Fazit: Das passende Sonnensegel für Ihren Balkon finden

Ein gutes Sonnensegel schafft einen zusätzlichen Wohnbereich im Freien. Es schützt nicht nur vor Sonne, sondern macht den Balkon zu einem gemütlichen Aufenthaltsort. Die richtige Wahl hängt von mehreren Faktoren ab: Balkonform, Größe, Wetterlage, gewünschte Nutzung und Ihrem persönlichen Stil.

Moderne Systeme sind oft höhenverstellbar, lassen sich aufrollen und können mit Technik wie Windwächtern verbunden werden. So können Sie den Schatten flexibel anpassen und das Segel bei starkem Wind automatisch einfahren lassen. Besonders praktisch ist das, wenn Sie Ihren Balkon vielfältig nutzen – zum Entspannen, Essen, Arbeiten oder Spielen.

Ein maßgefertigtes Segel, abgestimmt auf Architektur und Farben Ihres Zuhauses, kann zusätzlich als Gestaltungselement wirken. Mit passenden Stoffen, Formen und Farbtönen machen Sie aus einem einfachen Balkon eine kleine Außenlounge, die genau zu Ihnen passt.

Entscheidend sind eine durchdachte Planung, hochwertige Stoffe und solide Befestigungen. Wenn Sie diese Punkte beachten und sich bei Bedarf beraten lassen, bekommen Sie ein Sonnensegel, das sicher hängt, gut aussieht und Ihnen viele Jahre Freude auf Ihrem Balkon bereitet.

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